Ein konsistentes Design über mehrere PAW Books hinweg klingt zunächst nach einer einfachen Aufgabe. In der Praxis entstehen aber schnell kleine Unterschiede, besonders dann, wenn mehrere Entwickler an unterschiedlichen Books arbeiten.
Welche Grüntöne verwenden wir? Welche Farbe bekommt ein Icon? Wie sollen Tabellen, Selektoren oder Diagramme aussehen? Zwar lassen sich Farben und Formatierungen direkt im jeweiligen Book einstellen, bei mehreren Entwicklern und Books wird das aber schnell kleinteilig. Farbwerte und andere Designvorgaben müssen immer wieder abgestimmt und an den einzelnen Elementen hinterlegt werden.
Mit Custom Themes, die mit IBM Planning Analytics Workspace (PAW) 2.1.23 zur Verfügung stehen, lassen sich solche grundlegenden Designentscheidungen zentral definieren und als gemeinsame Grundlage für verschiedene Books nutzen.
Eine gemeinsame Designbasis für PAW Books
Ein Theme wird über eine JSON-Datei definiert und kann verschiedene Bereiche der Oberfläche beeinflussen. Dazu gehören unter anderem Grund- und Hintergrundfarben, Akzentfarben, Oberflächen, Bedienelemente, Auswahl- und Hover-Zustände, Tabellenstrukturen sowie Farben für Visualisierungen.
Für unser Beispiel haben wir die Squared-Force-Farben in einem eigenen Theme hinterlegt. Der direkte Vergleich zeigt, wie sich dasselbe Book durch die Anwendung des Themes verändert, ohne die einzelnen Elemente separat formatieren zu müssen.

Themes zentral bereitstellen und flexibel einsetzen
Administratoren können verschiedene Themes im Verwaltungsbereich hochladen und zentral zur Verfügung stellen. So lassen sich beispielsweise unterschiedliche Gestaltungen für Analyse- und Input-Books oder jeweils eine Light- und Dark-Variante anbieten.
Neue Books werden zunächst mit dem Theme erstellt, das aktuell als Standardtheme hinterlegt ist. Anschließend können Benutzer mit den entsprechenden Berechtigungen direkt im Book über die Theme-Auswahl oben rechts zwischen den bereitgestellten Themes wechseln.
Dabei bleibt auch das ursprüngliche PAW Theme verfügbar und kann jederzeit wieder ausgewählt werden. Ein Book ist also nicht dauerhaft an ein bereitgestelltes Theme gebunden. Soll für einen bestimmten Anwendungsfall beispielsweise bewusst kein Squared-Force-Design verwendet werden, kann wieder zur ursprünglichen Darstellung gewechselt werden.

Das Theme gibt die Basis vor – nicht die Grenzen
Ein Theme schafft eine gemeinsame gestalterische Grundlage, ohne die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten eines Books einzuschränken. Farben, Formen und weitere Formatierungen können weiterhin wie gewohnt direkt im Book angepasst werden. Diese individuellen Einstellungen haben Vorrang vor den Vorgaben des Themes.
Das zeigt auch der Vergleich zwischen unserem Squared-Force Light und Dark Theme. Der März wurde im Book individuell rot hervorgehoben. Beim Wechsel des Themes verändert sich die restliche Darstellung, während die rote Formatierung bestehen bleibt.

Das ist nicht nur für fachlich notwendige Hervorhebungen praktisch. Es ermöglicht auch Anpassungen an Stellen, die sich aktuell noch nicht zentral über ein Theme steuern lassen. Dazu gehören beispielsweise die Form eines Selektor-Widgets oder bestimmte Umrandungsfarben. Solche Eigenschaften können weiterhin direkt am jeweiligen Element angepasst werden.
Ein Theme ersetzt die bestehenden Formatierungsmöglichkeiten damit nicht, sondern definiert den Ausgangspunkt, auf dem die weitere Gestaltung aufbauen kann.
Weitere zentrale Designbausteine in PAW
Custom Themes ergänzen Möglichkeiten, die PAW bereits für eine einheitliche Gestaltung bietet. Im Verwaltungsbereich können beispielsweise Bilder und Icons zentral über die Bildgalerie bereitgestellt sowie globale Farbpaletten angelegt werden.

Die Standardfarben für Visualisierungen können bereits über das jeweilige Theme definiert werden. Globale Farbpaletten bieten darüber hinaus zusätzliche Flexibilität: Sie können ergänzend angelegt werden, wenn die Palette eines Themes für einen bestimmten Anwendungsfall nicht ausreicht oder mehrere unterschiedliche Farbpaletten zur Auswahl stehen sollen.
So greifen die verschiedenen Funktionen ineinander: Das Theme definiert die gestalterische Basis eines Books, globale Farbpaletten erweitern bei Bedarf die Farbauswahl und die Bildgalerie stellt wiederkehrende Bilder und Icons zentral zur Verfügung.
Fazit
Custom Themes reduzieren vor allem die vielen kleinen Designentscheidungen, die bei der gemeinsamen Entwicklung von PAW Books immer wieder auftreten. Farben, Bedienelemente und andere grundlegende Gestaltungsmerkmale müssen nicht für jedes Book neu abgestimmt werden, sondern können zentral als gemeinsame Ausgangsbasis bereitgestellt werden.
Gleichzeitig bleibt die Gestaltung flexibel. Benutzer können zwischen den bereitgestellten Themes wechseln, zur ursprünglichen PAW Darstellung zurückkehren und einzelne Elemente weiterhin individuell formatieren.
Zusammen mit globalen Farbpaletten und der globalen Bildgalerie sind Custom Themes damit ein weiterer Baustein, um ein konsistentes Look & Feel über verschiedene PAW Books hinweg umzusetzen, ohne die individuelle Gestaltung einzelner Anwendungsfälle einzuschränken.
Fragen zum Themes oder anderen Designbausteinen PAW? Dann melde Dich gerne unter info@squared-force.de.
Hast Du schon unseren letzten Beitrag zum Thema Formatmanager in Planning Analytics Workspace gelesen? Schau gerne hier rein.
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